Neues Wahlsystem

 

Am 22. April 2007 wurde ein königliches Dekret erlassen, das die Gründung von politischen Parteien in Bhutan erlaubte. Die Demokratische Volkspartei (Peoples Democratic Party, PDP) unter der Führung des ehemaligen Premierministers Lyonpo Sangay Ngedup war die erste politische Partei, die in Bhutan gegründet wurde. Im Juli 2007 fusionierten die Bhutan United Peoples Party (BPUP) und die All Peoples Party (APP) zur Druk Phuensum Tshogpa (DPT, deutsch: Bhutanische Partei für Frieden und Wohlstand), die vom ehemaligen Premierminister Lyonpo Jigme Y. Thinley geführt wurde. Beide Parteien versprachen, eine solide Demokratie aufzubauen. Die Wahlkommission registrierte daraufhin die DPT und die PDP als Parteien für die ersten allgemeinen Wahlen am 24. März 2008.
Sie besteht seitdem aus 47 gewählten Volksvertretern. Die Wahlen zur Nationalversammlung erfolgen in zwei Durchgängen. Im ersten Durchgang stimmen die Bürger für eine Partei ihrer Wahl. Für den zweiten Durchgang können die beiden Parteien mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang Kandidaten benennen, die dann nach Mehrheitswahlrecht in den Wahlkreisen gewählt werden. Diese Form des Wahlsystems ist demnach eine verschärfte Form des Absoluten Mehrheitswahlrechts.
Das passive Wahlrecht gilt weiterhin ab 25, jedoch wurden Beamte und Bhikkhu im Gegensatz zum vorher geltenden Tshogdu hiervon ausgenommen. Als weitere Anforderung müssen die Kandidaten über einen Hochschulabschluss verfügen.
Das aktive Wahlrecht besitzen alle Bürger ab einem Alter von 18 Jahren., wobei auch hier die Bhikkhu ausgeschlossen sind.
Die Wahlperiode beträgt fünf Jahre. Die Nationalversammlung erlässt und ändert Gesetze und kann diese aufheben, sie genehmigt den Staatshaushalt und die Steuern, sowie die Fünfjahrespläne.
Sprecher der Nationalversammlung ist seit der Wahl im Jahr 2018 Jigme Zangpo.