Druk Phuensum Tshogpa

 

Die damals noch absolute Monarchie Bhutan hatte erst 1953 mit der Tshogdu eine erste Form der ständigen Volksbeteiligung eingeführt. Deren Chimis genannten Abgeordnete konnten allerdings nicht direkt gewählt werden und durften sich auch nicht in politischen Parteien formieren. Den endgültigen Übergang zur konstitutionellen Monarchie sollte mit der ersten allgemeinen, geheimen und insbesondere direkten Wahl in der Geschichte Bhutans 2008 erfolgen. Im Vorfeld wurde das Parteiverbot per königlichem Dekret aufgehoben. Die Demokratische Volkspartei (Peoples Democratic Party, PDP) unter der Führung des ehemaligen Premierministers Lyonpo Sangay Ngedup war die erste politische Partei, die in Bhutan gegründet wurde.
Im Juli 2007 fusionierten die Bhutan United Peoples Party (BPUP) und die All Peoples Party (APP) zur Druk Phuensum Tshogpa (DPT), die vom ehemaligen Premierminister Lyonpo Jigme Y. Thinley geführt wurde. Nachdem sich die beiden neugegründeten Parteien zur Verfassung Bhutans bekannten Die Wahlkommission registrierte die DPT und die PDP als Parteien für die ersten allgemeinen Wahlen am 24. März 2008.
Der royalistischen DPT gelang bei den ersten freien Parlamentswahlen in Bhutan 2008 ein überwältigender Wahlsieg. Sie errang 45 der 47 Mandate und stellte die Regierung.
Bei den zweiten Parlamentswahlen in Bhutan 2013 verlor die DPT jedoch zwei Drittel ihrer Sitze an die PDP und war mit 15 der 47 Mandate in der Opposition.
In den Vorwahlen 2018 am 15. September 2018 konnte sich die DPT mit 30,9 Prozent durchsetzen und die Regierungspartei PDP mit 27,4 Prozent auf den dritten Rang verdrängen. Nach dem Wahlsystem Bhutans waren nur die zwei stärksten Parteien zur zweiten Wahlrunde zugelassen.